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Fussball > EM > EM 2008
Fußball-Europameisterschaft in Österreich/Schweiz
Saison 2008
Saison 2008 Saison 2008

Österreich. Das Verhältnis des deutschen Fußballs zum Nachbarn im Süden wurde in den dreißiger Jahren durch den Einmarsch Hitlers in Wien belastet. Die Annexion Österreichs als Teil von „Groß-Deutschland“ veränderte auch die Landkarte des deutschen Fußballs erheblich. Spätestens vom 6. 11. 1938 an – bis Kriegsende – verlor der österreichische Fußball seine Selbständigkeit und wurde zum „Bereich XVII – Ostmark“. Die Vereine dieses Bereichs wurden in den Fußballspielbetrieb des deutschen Reichs integriert. Am 10. 4. 1938 fand in Wien das so genannte „Anschlussländerspiel“ zwischen Österreich und Deutschland (2:0) statt. Danach sollte Reichstrainer Sepp Herberger die Aufgabe übernehmen, in aller Eile eine neue Nationalmannschaft unter Einbeziehung der starken Fußballer aus Wien für die bevorstehende Weltmeisterschaft in Paris aufzubauen. Das Unternehmen scheiterte. Immerhin verpflichtete Herberger insgesamt 28 Österreicher zwischen 1938 und 1943 für seine Nationalmannschaft. Nach dem 2. Weltkrieg gab es bei zwei Weltmeisterschaften zwischen beiden Nationen historische Spiele. Am 30. 6. 1954 hatten die Österreicher dem Ideenreichtum von Fritz Walter und seinen Kameraden wenig entgegenzusetzen und unterlagen in Basel dem späteren Weltmeister mit 1:6. Am 21. 6. 1978 eliminierten die Fußballer aus der Alpenrepublik den amtierenden Weltmeister in Cordoba durch ihren 3:2-Sieg bei der WM in Argentinien. In der Bundesliga spielten zahlreiche österreichische Fußballer. Mit Ernst Happel und Max Merkel wurden Österreicher in der deutschen Bundesliga Meistertrainer. Österreich war im Jahr 2008 gemeinsam mit der Schweiz Ausrichter der Fußball-Europameisterschaft und in der Gruppe B Gegner der deutschen Nationalmannschaft in Wien.
Länderspielbilanz Deutschland-Österreich

Schweiz. Traditioneller Länderspielgegner des deutschen Fußballs. Zum ersten Mal standen sich die Nationalmannschaften der Nachbarn am 5. 4. 1908 in Basel gegenüber – es war das historische erste Länderspiel einer deutschen Auswahl. Die Eidgenossen gewannen 5:3. Der Schweizer Fußballverband setzte sich nach beiden Weltkriegen über die von fast allen europäischen Nationen geforderte Isolation des deutschen Fußballs hinweg und ließ die Beziehungen als erstes Land aufleben. So hatten die Länderspiele am 27. 6. 1920 in Zürich (4:1 für die Schweiz) und am 22. 11. 1950 in Stuttgart (1:0 für Deutschland) mehr als nur sportliche Bedeutung. – Die Schweiz ist im Jahre 2008 gemeinsam mit Österreich Ausrichter der Fußball-Europameisterschaft.
Länderspielbilanz Deutschland-Schweiz

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